Description
- A focal length range between 24 and 105 millimetres delivers outstanding image quality in a lightweight, compact design.
- Four aspherical lens elements, including two precise AA (Advanced Aspherical) lens elements.
- Three ED (extra-low dispersion) glass elements prevent chromatic aberrations and enable extremely high resolution. Nano coating prevents ghost effects and light reflections.
- Advanced and precise auto-focus with Direct Drive SSM and at 663 grams, it’s the lightest lens in its class.
- Box contents: Cap (model): ALC-SH152, front lens cap: ALC-F77S, rear lens cap: ALC-R1EM, bag.











Karl IV
Es geht um das Sony FE 24-105mm f/4 G OSS.
Ich habe es gekauft, weil die Maximalbrennweite von 70mm meines ursprünglichen Kit-Objektivs sich als zu klein für mich heraus stellte, und die Auflösung ab 50mm aufwärts nicht gut war.
Vor dem Kauf war ich natürlich erst mal skeptisch: Die SONY-Objektive hatten damals z.T. gewisse Exemplarstreuungen…Ob das gut geht…? Okay, es ist ein G-Objektiv, aber Zooms mit besonders großem Brennweitenbereich sind doch kritischer, was die Auflösung anbelangt!
“Wenn es da ist, muss ich es sofort prüfen, damit ich es gleich wieder zurückschicken kann, falls es Probleme mit der Schärfe haben sollte“, sagte ich mir.
Gesagt, getan. Ergebnis:
Das Objektiv ist “rasiermesser-scharf”, bei allen Brennweiten, von der Mitte bis an die Bildränder, und von Offenblende bis Blende 13! So soll es sein.
Und der Autofokus ist schnell, sicher, und absolut lautlos(!). So kann ich beim filmen sogar in besonders ruhiger Umgebung die in die Kamera eingebauten Mikrofone verwenden, um den Ton aufzunehmen.
Auch das Handling ist sehr gut. Das Objektiv liegt sehr gut in der Hand, und der breite Zoomring ist da, wo er sein soll. Wenn ich mal manuell fokussieren möchte, kann ich die Finger am Zoomring lassen, weil der Fokusring ganz vorne am Objektiv derart leichtgängig ist, dass dank “Focus by Wire” der linke, kleine Finger zum fokussieren ausreicht! Ja wie genial ist das denn?
Gut, es gibt leichtere und kleinere Zooms, aber ein Vollformat-Normalzoom mit so einem großen Brennweitenbereich (4,4:1!) bei konstanter Offenblende von 4,0 kann nicht leicht sein, wie eine Feder, oder klein wie ein Pancake-Objektiv. Und die eingebaute optische Bildstabilisierung braucht ja auch Platz und kostet Masse.
Das FE 24-105mm f/4 G OSS ist ganz schnell mein wichtigstes Objektiv geworden. Ohne dieses Immer-Drauf-Objektiv gehe ich überhaupt nicht aus dem Haus, wenn ich fotografieren oder filmen möchte. Und da ich nicht viel Portraits aufnehme, ist die Lichtstärke von f/4 für mich mehr als ausreichend. Im Gegenteil, ich blende eigentlich immer auf Blende 5,6 bis Blende 11 ab, weil ich Fotos von Städten und vor allem Videos von Innenstädten aufnehme. Da brauche ich kein lichtstarkes Objektiv. Nicht einmal für Videos von Städten in stockdunkler Nacht, weil meine Kamera (ohne Entrauschen am PC) so phantastisch rauscharm ist (SONY α 7S III, das „Low Light Beast“!).
Es stimmt, es gibt mittlerer weile auch Normal-Zooms mit durchgehender Blende f/2,8, aber natürlich haben die dann einen kleineren Brennweitenbereich! Doch sogar zum portraitieren eignet sich das Objektiv trotz Blende 4,0 gut, wenn man nämlich die Brennweite auf 105mm einstellt! Im Gegenteil, die Freistellung ist dann sogar noch etwas größer als bei den neuesten 24-70mm- und 20-70mm-Objektiven bei Blende 2,8! Das muß laut der Theorie auch so sein, denn die Schärfentiefe ist zwar proportional zum Blendenwert, aber umgekehrt proportional zum Quadrat(!!!) der Brennweite. Eine etwas größere Brennweite bringt also für die Freistellung mehr, als ein etwas kleinerer Blendenwert. (Das ist nur vielen Anwendern nicht bewußt).
Ein Focus Breathing gibt es praktisch bei diesem Objektiv nicht. Das ist besonders beim Filmen sehr wichtig.
Eine Vignettierung gibt es außer bei 24mm praktisch nicht. Bei 24mm ist die Vignettierung bei kamerainterner Korrektur so klein, dass sie nicht stört.
Das Objektiv unterdrückt sowohl flaring als auch glaring sehr gut. Da kann man nicht meckern.
Gibt es auch irgend etwas Negatives?
Okay, SONY ist nicht gerade dafür bekannt, die weltbeste Bildstabilisierung anzubieten. Das kann z.B. FUJIFILM z.T. noch etwas besser.
Aber zum Fotografieren reicht die Wirkung der Bildstabilisierung im Objektiv völlig aus, wenn auch die Kamera durch ihr ISS dazu beiträgt.
Ich bin jedenfalls nach mittlerer weile 6 Jahren restlos begeistert von meinem FE 24-105mm f/4 G OSS, und werde es wohl noch lange nutzen! Und ich würde es wieder kaufen, auch heute noch, wo in der Zwischenzeit ja weitere Normalzooms von SONY und SIGMA auf den Markt gebracht wurden.
Rüdiger
Superpraktisches Objektiv von Weitwinkel bis Tele, ganz tolle Schärfe selbst bei Offenblende, hochwertige Verarbeitung, schneller, leiser und genauer Autofocus, nicht zu schwer. Für mich ganz nah an guten Festbrennweiten. Mit Cashback toller Preis, kam in weniger als 24 Stunden
Herr Urmel
** Verpackung / Lieferumfang **
Das Objektiv kommt eingewickelt in Luftpolsterfolie im typischen orangenen Sony-Karton. Mit dabei ist ein (Kunst)Leder Sack und eine Sonnenblende. Das finde ich sehr lobenswert, bei anderen Herstellern darf man für die Sonnenblende nochmal 30 Euro oder mehr hinlegen.
** Verarbeitung **
Das Objektiv ist aus Kunststoff und hat dieses Strukturlack-Finish ähnlich der Kamera. Es wirkt nicht ganz so wertig wie mein Zeiss 16-35mm F4 oder das 55mm F1.8 allerdings ist es auch bei weitem nicht so empfindlich für Fingerabdrücke und Staub. Ich finde es wirklich schön gemacht.
Der Zoomring könnte sich etwas weicher drehen lassen, bei Filmaufnahmen mal eben sanft zoomen kann man vergessen – das geht viel zu ruppig. Hält man die Kamera mit dem Objektiv nach unten, fährt es nicht selbstständig aus.
Der Fokusring geht aber leicht und ausreichend weich zu drehen, “by wire” natürlich.
Der seitliche Schalter für die AF/MF Umschaltung ist lobenswert. Leider ist es vom Konzept der A7 Reihe etwas unverständlich, warum manche Objektive Schalter haben und viele wiederum nicht.
** Stabilisator **
In Verbindung mit meiner A7 II liefert der Bildstabilisator hervorragende Ergebnisse. Ich habe sehr wenig Ausschuss durch Verwackler, auch bei kritischen Verschlusszeiten. Siehe das Beispielfoto mit dem Regen auf dem Blatt (105mm, 1/125s ISO100).
Es gibt einen Schalter auf der Seite für den Stabilisator, das finde ich für einen schnellen Wechsel von Stativ- auf Handbetrieb sehr gut.
** Bildqualität **
Es ist einfach knackscharf. Punkt. Bereits bei Offenblende liefert es zufriedenstellend scharfe Bilder, auch in den Randbereichen. Der schärfste Bereich liegt gefühlt so bei F6.3. Chromatische Aberrationen treten so gut wie gar nicht auf.
Für Portraits eignet es sich hervorragend, ich finde den Brennweitenbereich ideal dafür und die Blende von F4 ermöglicht kreatives Freistellen.
Das Bokeh finde ich wunderschön, es ist weich mit nahezu runden Lichtern, leider nicht zu 100%, aber fast.
Der Fokusantrieb ist lautlos, sehr schnell und treffsicher. Bei Videoaufnahmen überzeugt das Objektiv mit weicher Fokussierung ohne Pumpen oder irgendwelche Geräusche.
** Macro-Fähigkeit **
Das Objektiv taugt auch als Macro! Der Fokussierabstand liegt laut Datenblatt bei 38cm (also ca. 20cm von der Linse zum Objekt) und das liefert in Kombination mit dem gut funktionierendem Stabilisator gute und vor allem scharfe Ergebnisse!
** Fazit **
Das Objektiv ist jeden Cent wert und ich kann es voll empfehlen!